Geschichte der Ungarischen Provinz

Die ersten 50 Jahre: 1858-1907

1858

Sechs junge bayrische Schulschwestern lassen sich in Ungarn nieder, und fangen mit dem Unterricht in der Innenstadt von Temeschwar an.

1869

Mutter Theresia macht die ungarische Mission zur selbständigen Ungarischen Provinz. Immer mehr Schwestern sprechen Ungarisch, und immer mehr ungarische Mädchen treten den Schwestern bei.

1879

Mit 82 Jahren stirbt Mutter Theresia, die 70 Jahre lang Gott und den Kindern gedient hat. Sie war insgesamt 10 mal in Ungarn, wo im Jahre ihres Todes schon 143 Schwestern und 64 Novizen in 10 Häusern gelebt haben. Ebenso kümmerte sie sich um alle ihren Gründungen.

1883

Die Schulschwestern sind seit 35 Jahren in Ungarn. I. Franz Joseph schenkt der Provinzoberin, Schwester M. Abundantia, die eine der ersten sechs Schwestern ist, die nach Ungarn gekommen sind, das „Dienstkreuz in Gold”.

Die Debrecener Gemeinschafr im Jahre 1898

Es wird In Temeschwar 5,  in Siebenbürgen 10, im Banat 3, auf der ungarischen Tiefebene 5 Häuser von den Schwestern gegründet, mit Bildungsanstalten vom verschiedenen Typ und in verschiedenen Stufen, von den Kindergärten bis zu den pädagogischen Hochschulen für Grundschullehrer.

1896

Ungarn feiert das Millennium seiner Landnahme. Die Schwestern schreiten im würdigen Organisieren der Millenniumsfeier voran. In Nagybecskerek im Banat marschieren zum Beispiel 150 Mädchen in Volkstracht, den Rakoczi-Marsch singend, mit ungarischen Fahnen und mit dem ungarischen Wappen.

1907

Die Schulschwestern lassen sich in Klausenburg nieder, wo sie zuerst eine Grundschule und einen Kindergarten, das Augusteum eröffnen. 

 

Die zweiten 50 Jahre: 1908-1957

Schwester Olga in Makó-Újváros in den vierzigen Jahren

Die zweiten 50 Jahre sind die Zeit der Brüche und der neuen Aufschwüngen. Zwei Weltkriege, drastische Grenzenänderungen, Diktaturen und Revolutionen zausten unsere Geschichte, trotzdem betrachten wir das blühende Glaubensleben unserer Heimat in diesen schweren Zeiten mit Verwunderung. Diese vorbildliche Treue kennzeichnete auch unsere Schwestern.

1911

In der Schulkomplex „Marianum” der Schulschwestern in Klausenburg wird das zweite Mädchengymnasium Ungarns eröffnet.

1914-1918

Die Jahre des Ersten Weltkrieges

Im Ersten Weltkrieg hat meistens lebensrettende Pflege den Unterricht in den Häusern der Schwestern ersetzt.

1920

In den 133 Tagen der im März zur Herrschaft gekommenen atheisthischen Diktatur des Proletariats geraten unsere Schwestern und Schüler oft mit den Kommunisten in Konflikt. Das Ziel der „Genossen” ist, die Kongregationen, den Religionsunterricht und die kirchlichen Schulen zu tilgen. Aber der entschlossene Protest der Bevölkerung und ihr eigener früher Sturz hindert sie daran, ihre kirchenfeindliche Propaganda zu entfalten.

Der 4. Juni

Im Trianon-Palast neben Paris wird Ungarn durch den den Ersten Weltkrieg abschließenden Friedensvertrag in ungerechter Weise das Zweidrittel seiner Bevölkerung und seines Gebiets abgetrennt. An den abgetrennten Gebieten hatten alle Nachbarnländer teil, - unabhängig davon, ob sie auf der Seite der Sieger oder der Besiegten standen. Die Grenzen werden nicht nach den ethnischen Grenzen, sondern von den wirtschaftlichen und militärischen Interessen der Nachbarn bestimmt. Wie das Land, so hat auch die Ungarische Provinz das Zweidrittel ihrer Häuser verloren. Die Provinzoberin führt von dem nach Rumänien geratenen Temeschwarer Mutterhaus aus die zerteilte Provinz: Im verstümmelten Ungarn sind insgesamt 10 aus den 32 Häusern geblieben, die anderen sind auf das Gebiet Rumäniens und Jugoslawiens geraten.

1923

Der zerteilte Zustand der Ungarischen Provinz ist nicht mehr zu erhalten. Aus den Rumänien angeschlossenen Häusern bildet sich die Rumänische Provinz mit der Zentrale Temeschwar. Unsere Jugoslawien angeschlossenen Banater Schwestern bilden zusammen mit den slowenischen Schwestern die Jugoslawische Provinz. Im verstümmelten Ungarn wird das neue Mutterhaus der Schwestern das Szegediner unterstädtische Kloster.

1938

Zwischen den zwei Weltkriegen blüht das Glaubensleben in Ungarn auf. Auch unsere Schwestern sind in unzähligen katholischen Vereinen tätig. Sie nehmen an dem Budapester Eucharistie-Weltkongress 1938 begeistert mit ihren Schülern teil. Zu dieser Zeit sind schon weitere 9 Häuser zu den in Ungarn geblieben 10 gegründet worden.

1939-1945: Die Jahre des Zweiten Weltkrieges

  • Ungarn wird nicht gleich zum Kriegsschauplatz. Ohne Waffen, mit Hilfe der einander folgenden sogennanten Wiener Schiedssprüche bekommt das Land einen kleinen Teil von den 1920 abgetrennten Gebieten zurück. So bekommt es 1941 von Rumänien Nord-Siebenbürgen zurück, wodurch drei Häuser wieder zur Ungarischen Provinz geraten: das Haus in Dés, das Augusteum und das Marianum in Klausenburg. Der Kontakt mit unseren siebenbürgischen Schwestern wird wieder lebendig. Die Szegediner Provinzoberin erstreckt die Versetzungen auch auf die zurückbekommenen Häuser. Von Ungarn aus gehen die Schwestern in sogenannte „Minderheitsmissionen” in die siebenbürgisch-szeklerischen Dörfer, in denen sie dreiwöchige Missionsprogramme halten.
  • Wenn Ungarn auch zum Kriegsschauplatz wird, schont der Krieg auch die Schwestern nicht vor dem Leiden. Sie nehmen in ihre Häuser Flüchtlinge und Verwundete auf. Ihre Schulen werden zuerst von den Deutschen, dann von den Russen als Krankenhäuser beschlagnahmt. Viele junge Schwestern machen einen Kurs des Roten Kreuzes, und nehmen an der Pflege der Verwundeten teil. Neben Szegedin übernehmen wir für einige Monate ein allein gelassenes Heim für geistig behinderte Kinder.
  • Inzwischen funktionieren unsere Schulen mit mehrmaligen Unterbrechungen, die Schwestern beziehen die Kinder in die karitative Arbeit mitein. Unter all diesen Umständen kommen auch in den Kriegsjahren neue Gründungen zustande.
  • Im Herbst 1944, beim Heireinkommen der sowjetischen Armee erleidet unser Schwester Etelka Simon M. den Märtyrertod im Schutz ihrer Keuschheit und ihrer weiblichen Ehre. Mehrere Schwestern – wie so viele ungarische Mädchen und Frauen – werden zum Opfer der Gewaltsamkeit russischer Soldaten. Die „provisorische” Okkupation fängt an, die 46 Jahre lang, ganz bis 1991 gedauert hat.
  • Nach dem Ende des Krieges werden Ungarn die zurückbekommenen Teile wieder, und sogar noch weitere drei Siedlungen abgetrennt. Unsere nord-siebenbürgischen Häuser lösen sich wieder, einige der früher versetzten Schwestern können noch vor der Absperrung der Grenzen auf ihre ursprünglichen Stellen zurückfliehen.

1948

Nach 3jähriger methodisch kirchenfeindlicher Propaganda, während deren Ungarns Kardinal Joseph Mindszenty verhaftet und verunglimpft worden ist, verstaatlicht die nach Autokratie strebende kommunistische Partei die kirchlichen Schulen. In den Klosterschulen werden die Klausuren mit Mauern von den Schulen getrennt, die Schwestern dürfen nicht mit ihren ehemaligen Schülern sprechen. Aus Mangel am Gehalt arbeiten die Schwestern als Religionslehrerinnen, als Küsterinnen, als Glöcknerinnen, und übernehmen andere Aufgaben in den Kirchengemeinden. Sie arbeiten im Tagelohn auf den Feldern, sie machen Handarbeit, nähen, backen und kochen auf Bestellung.

1950

  • In der Nacht vom 10. Juni und an den folgenden Tagen gibt es Aufsammeln im ganzen Land: die Ordensleute werden auf mit Planen bedeckten Lastwagen in Internierungslager verschleppt. Aus dem Szegediner Mutterhaus werden die Schwestern nach Ludányhalászi im Komitat Nógrád, andere nach Máriabesnyő und Zirc geliefert. Die kommunistische Regierung verbietet die Tätigkeit der geistlichen Orden. Wenn die Schwestern und Pater aus den Lagern entlassen werden, können sie nirgendwohin gehen und haben nichts anzuziehen. Sie sind auf die Barmherzigkeit anderer angewiesen. Einige werden von Verwandten aufgenommen, andere von Pfarren oder von Bekannten. Viele Alte geraten in Altersheime. Die jenigen, die niemanden haben, weil alle ihren Verwandten gestorben sind, oder weil sie zum Beispiel aus Siebenbürgen stammen, werden zum Dienstbote oder zur Dienstmagd bei Familien.
  • Im September genehmigt der kommunistische Partei den Benediktienern, den Piarren, den Franziskanern und dem einzigen Frauenorden, den Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau die Wirkung, um die Religionsfreiheit vorzutäuschen. Diese vier Orden dürfen mit bestimmter Personalanzahl, unter starker Kontrolle und Beschränkung je zwei Gymnasien betätigen. Die Schulschwestern bekommen einen Teil des Gebäudes von Svetits in Debrecen zurück, bzw. in Budapest einen Teil der Klosterschule eines anderen Frauenordens, der Töchter der göttlichen Liebe, das Patrona-Hungariea-Gymnasium Die Schulschwestern, die in den staatlich genehmigten Personalrahmen nicht hieneinpassen, teilen das Schicksal der zu den anderen zerstreuten Orden Gehörenden.
  • Auch unsere nach Rumänien und Jugoslawien geratenen Schwestern erleben ähnliche Erschütterungen, denn auch ihre Länder gehören zum sozialistischen Block. In Rumänien wird ihre Tätigkeit völlig verboten. Sie halten miteinander heimlich den Kontakt. In Jugoslawien dürfen die Schwestern tätig sein, d.h. sie dürfen das Ordenskleid tragen und in kleinen Gemeinschaften leben, aber ohne Schulen. Sie dürfen allein an der Gemeindearbeit mit Religionsunterricht und Hausarbeit teilnehmen.

1956

Am 23. Oktober bricht in Budapest die gegen die sowjetische Okkupation und gegen den Kommunismus protestierende Revolution, die sich als Antwort auf die unterdrückende Gewalt zum bewaffneten Aufstand verwandelt. Das Haus und die Schule der Schwestern liegt gerade in der Nähe des Kriegsschauplatzes. Der Unterricht fällt aus, den großen Teil der Internen bringen die Eltern nach Hause, die anderen können nur später abgeholt werden, bis dahin bleiben sie mit den Schwestern im Bühnenraum. Auf den Fluren im ersten Stock zucken bewaffnete Revolutionäre, auf das Hausdach kletternd schießen sie die russischen Panzer. Zur Zeit der die Revolution niederschlagenden, großen sowjetischen Offensive sind nur noch die Schwestern und die Novizen im Haus versteckt. Auf den Hof shclagen oft Geschosse ein, auch das Gebäude wird zweimal getroffen, wovon alle Fenster einbrechen. Aber eine zur Zeit der Verstaatlichungen eingemauerte Maria-Staue kommt zum Vorschein. Die Schwestern überstehen die einem Erdbeben ähnliche Beschießung in der Küche im Kellergeschoß.

Zur Zeit der Vergeltung erleidet eine unserer in der Zertsreuung lebenden Schwestern, Martina Szörfi M. den Märtyrertod. Als Haushaltsaushilfe passt sie während seines Aufenthalts im Ausland auf das Haus eines bekannten Opernsängers. Die Geheimschutzabteilung macht Razzia im Haus, um Informationen über den Künstler zu bekommen. Schwester Martina stirbt an der Folterung.

Die dritten 50 Jahre: 1958-2008

Bis 1989

Die Revolution und der Freiheitskampf im Jahre 1956 wurde niedergeschlagen, der Kommunismus ist aber von der Angst vor einer neuen Revolution gezwungen, immer mehr zu erlauben. Die Zeit der Wende kommt trotzdem langsam, man muss noch mehr als 30 Jahre darauf warten, während sich die Kraft der Unterdrückung als Drohung immer wieder neu verstärkt. Zu dieser Zeit sind die Gymnasien und Jugendheime der Schulschwestern und der drei Männerorden als Bollwerk der ungarischen katholischen Jugenderziehung tätig. Immer wieder gibt es den Orden beitretende Jugendliche – vor allem aus dem Kreis ihrer Schüler -, die auf sich nehmen, im Schatten einer Diktatur in ihren Unterrichtsstunden, auf den Klassenprogrammen, in den Schulexcertitien und während ihrer Freiheitsbeschäftigungen die möglichst meisten Gelegenheit zu schaffen, die ungarischen Mädchen und Jungen zu verpflichteten Christen, verantwortungsvollen Intellektuellen und sich in ihrem eigenen Beruf voll entfaltenen, reifen Erwachsenen und Eltern zu erziehen. Die Arbeit der Schulschwestern in Ungarn wäre in diesen schweren Zeiten ohne den Zusammenschluss und die Unterstützung unserer internationalen Kongregation unvorstellbar gewesen. Wir haben unseren im Westen lebenden Mitschwestern und unserer Römer Leitung viel zu verdanken.

Ausflug der Schwestern im Jubiläumsjahr nach Siebenbürgen

Diese Epoche führt ganz bis zu unserer Zeit. Wir sind in dieser Zeit aufgewachsen, diese Zeit bestimmt am meisten, wer wir, heute lebende ungarische Schulschwestern sind. Wir sind im Schatten einer Diktatur erzogen worden. Noch bis zum heutigen Tag spuken uns die alten Ängste und Eingeschliffenheiten. Gott, Gott des Lebens und der Erneuerung führt uns, damit unser Charisma der Erneuerung der Kirche und unserer Heimat dient. Wir feiern mit Dank die 150 Jahre, während deren unser Orden bisher in Ungarn dienen durfte, und es erfüllt uns mit Verantwortung, dass Gott auch in der Zukunft Pläne mit uns hat.

Anfang der 1989-90er Jahre

Die Republik wird ausgerufen, die sowjetischen Truppen rücken aus, die Opfer der Diktatur werden rehabilitiert, die verschwiegenen Dokumente dringen in die Öffentlichkeit, neue Parteien werden gegründet, die Orden dürfen wieder arbeiten, und Papst II. Johann Paul kommt nach Ungarn. Auch die Schulschwestern bekommen neue Chancen: sie können Gebäuden zurückfordern, sie bekommen Entschädigungen. So können wir die Instituten in Debrecen und in Budapest erweitern, wir öffnen wieder unsere Türen in der Szegediner unterstädtischen Schule und in Makó. Aus der Zerstreuung können die nunmehr alten Schwestern allmählich wieder ins Kloster ziehen. Auch mit den durch die Trianoner Grenzen getrennten ungarischen Mitschwestern kann der Kontakt lebendiger werden: Immer öfter machen die Schwestern vom Mutterland Besuche in Siebenbürgen und im Banat.
Jugoslawien wird infolge des Krieges zerteilt, zwischen die auf dem serbischen Gebiet lebenden ungarischen Schwestern im Banat und die slovenischen Schwestern schiebt sich Kroatien hinein. So wird die Zusammenwirkung zwischen den beiden Gebieten schwerer. Im Sinne ihrer gemeinsamen Vereinbarung beantragen die ungarischen Schwestern im Banat 1993 ihre Übernahme aus der Jugoslawischen Provinz in die Ungarische Provinz, so wird unsere Provinz mit zwei ehemaligen ungarischen Siedlungen erweitert: mit Kikinda, wo sich die Schwestern mit Religionsunterricht und mit Gemeindearbeit beschäftigen, und mit Nagybecskerek, auf Serbisch Zrenjanin, wo es ein Schülerheim für ungarische Mädchen gibt.

2000

Die Ungarische Provinz startet die in der internationalen Kongregation schon verbreitete angeschlossene Mitgliedschaft (Weggemeinschaft). Zu uns schließen sich Männer und Frauen an, die unser Schulschwesterncharisma in ihrer Familie, in ihrer Kirchengemeinde oder in ihrer Arbeitsstelle verwirklichen, und die unseren Aposteldienst unterstützen, wo sie können.

2002

Auch die in der Zerstreuung lebenden ungarisch- und deutschsprachigen Schwestern der Rumänischen Provinz bekommen die Möglichkeit, ein Temeschwarer Ordenshaus zu gründen. An der Neuorganisierung und Leitung nehmen sowohl die ungarischen als auch die bayrischen Schwestern teil, zuletzt schließt sich die Rumänische Provinz 2002 nach der Entscheidung der dort lebenden Schwestern der Bayrischen Provinz an.

2004

Auf dem Gebiet von Rumänien, aber als Mission der Ungarischen Provinz lassen sich Schwester Vera Nagy M. und eine angeschlossene Mitgliederin Gabriella Czakó im siebenbürgischen Szováta nieder. Beide sind Gesanglehrerinnen, und sie organisieren eine an der Ober-Nyárád entlang fahrende Gesangschule: Sie unterrichten die aussterbende Volkskultur „zurück”, mit der Bewahrung der musikalischen Muttersprache helfen sie den seit nunmehr über 80 Jahre jenseits der Grenze geratenen treuen Ungarn, ihre Identität zu bewahren. Sie organisieren Chöre mit der Methode von Zoltán Kodály, inszenieren Theaterstücke, mit denen sie Siebenbürgen und das Mutterland bereisen, und pflegen auch dadurch die ungarisch-ungarische Beziehungen.

2007-2008

Die Ungarische Provinz feiert ihr Jubiläumsjahr, und bedankt sich für die seit der Niederlassung im Jahre 1858 verlaufenen 150 Jahre. Unser Motto für dieses Jahr ist: „Auf die Herausforderungen des Windes antworten die Wurzeln des Baums.” Diese Worte von Gyula Illyés stehen ganz im Einklang mit den Zeilen unserer Mutter Theresia, die über das sich trotz der Schwierigkeiten an Gott festhaltende Vertrauen so gesprochen hat: „Alle Werke Gottes gehen langsam und leidvoll vor sich, dann aber stehen sie desto fester und blühen desto herrlicher auf.” (2277. Brief) Auch unsere 150jährige Geschichte zeugt davon. Nach unseren eigenen Wurzeln suchend haben wir Quellen gefunden, die auch unsere Vorfahren ernährten. Wir bedanken uns gleicherweise für das sich im Laufe der 150 Jahre verflochtene Gute und Böse, und bitten um Vergebung für unsere Schulden und für die Wunden, die wir einander, unseren Schülern und anderen beigebracht haben. Wir bitten um Gottes Segen auf unseren Dienst und auf alle, die zu uns gehören. Unsere internationale Kongregation feiert mit uns: Das Jubiläumsjahr ist mit allen unseren Mitschwestern gemeinsam, denn wir feiern ja dieses Jahr auch den 175jährigen Gedenktag der Gründung unseres Ordens.

Budapester Internatsmädchen und Schwestern im Jubiläumsjahr